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17.05.18 09:55 Alter: 95 Tage

Geschäftsmodelle für die Zukunft

Kategorie: Presse, Presse

Wirtschaftsforum der egeb zum Thema „digitaler Wandel“ / Referent Ulrich Bähr: alle Prozesse ständig nachsteuern

Ulrich Bähr von der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein erläuterte, wie Geschäftsmodelle im digitalen Wandel fit für die Zukunft gemacht werden können. (Foto: CAT/Schüning)

Meldorf,14.05.2018 – Der digitale Wandel stellt viele Unternehmen vor große Herausforderungen, birgt aber auch Chancen für erfolgreiche Geschäftsmodelle. Beim jüngsten Forum der egeb: Wirtschaftsförderung zeigte Ulrich Bähr von der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein, wie eine erfolgreiche Positionierung in der digitalen Zukunft aussehen kann. „Digitaler Wandel bedeutet auch, dass wir Prozesse ständig nachsteuern müssen. Das heißt, wir erleben eine kontinuierliche Veränderung der Geschäftsmodelle und schaffen somit eine lernende, äußerst agile Organisation“, erklärte der Projektleiter Digital-Champions SH im Meldorfer Centrum für Angewandte Technologien (CAT) in Meldorf.

Nach Auffassung von Ulrich Bähr führt das digitale Zeitalter zu einer Welt, die zu- nehmend unbeständig, unsicher, komplex und mehrdeutig wird. Dabei werden so genannte „transformationale Produkte“ geschaffen. Als Beispiel nannte er die „X-Ray“- Funktion von Amazon-Video, die direkt Informationen über Schauspieler liefert und so zu weiteren Käufen führt, so dass die Nutzer die Amazon-Welt für weitere Informationen oder gar Bestellungen gar nicht mehr verlassen müssen.

Nach einer kurzen Einführung wurden die Teilnehmer des Forums anschließend aufgefordert, das Geschäftsmodell Canvas, das zurzeit besonders bei Startup-Unternehmen beliebt ist, an vier Beispielen zu testen. Dabei galt es, anhand einer Sparkasse, der Lufthansa, und an den fiktiven Unternehmen „Susi´s Haar-Stübchen“ und „Autohaus Herrmann“ mehrere Felder an Schlüsselfaktoren wie zum Beispiel Partner, Aktivitäten und Ressourcen zu benennen. Dabei wurde herausgearbeitet, wie sich Geschäftsmodelle und -prozesse durch Digitalisierung verändern können. Das „Business Model Canvas“ gilt vor allem als Methode, um das eigene Geschäftsmodell auf Zukunftsfähigkeit zu testen.

Im Rahmen der von egeb-Wirtschaftsförderer Jens Korte moderierten Diskussion tauchten schließlich auch – noch nicht abschließend zu beantwortende – Fragen auf wie zum Beispiel: Lassen wir uns in Zukunft von Robotern die Haare schneiden? Gibt es zukünftig nur noch Online-Banken? Fliegen zukünftig Flugzeuge komplett autonom und ohne Personal?

Auf Fragen der Digitalisierung nahm André Mewes abschließend Bezug und stellte die Angebote der egeb im Zusammenhang mit der Fachkräftesicherung vor. Er verwies dabei besonders auf die Bundesprojekte „UnternehmensWert Mensch“ und „UnternehmensWert Mensch plus“, die die Unternehmen dabei unterstützen, die Chancen der Digitalisierung gewinnbringend einzusetzen. Die egeb fungiert als Beratungsstelle für die Programme in den Kreisen Dithmarschen und Steinburg.


Die egeb: Wirtschaftsförderung
Die egeb: Wirtschaftsförderung wird zu gleichen Anteilen von den Kreisen Dithmarschen und Steinburg sowie der Stadt Brunsbüttel getragen. Zu den Aufgaben der egeb gehören alle innovativen Tätigkeiten, die sich mit der Förderung der regionalen Wirtschaft im weitesten Sinne befassen, angefangen bei der Planung und Förderung von Neuansiedlungen bis zur Geschäftsführung von Unternehmen der öffentlichen Hand.